Bau und Renovierung der Sundaridevi-Schule in Nepal

Obwohl Nepal am Rande des Himalajas einen Blick auf die größte und wohl schönste Bergkette der Welt bietet, gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Das Durchschnittseinkommen beträgt hier etwa 400 US-Dollar im Jahr, das ist weniger als in Mali oder dem Sudan. In Deutschland sind es 42.440 US-Dollar, von denen ein Durchschnittsverdiener seine Familie ernährt.

Nur etwa 15 Prozent der Menschen in Nepal leben in den großen Städten wie Kathmandu, Biratnagar oder Pokhara. Die meisten leben in bäuerlichen Verhältnissen auf dem Land. Gerade dort ist die Schulinfrastruktur sehr mangelhaft ausgebaut und kann dem wachsenden Bedarf nicht entsprechen.

So auch im Distrikt Makwanpur in der Mitte Nepals. Die Kapazitäten der Schulen reichten nicht aus und es fehlte an einer grundlegenden Ausstattung. Die Sundaridevi-Schule ist die einzige Schule im Dorfverbund Agra, die eine Sekundarstufe unterhält. Die Klassenräume der Schule waren jedoch sehr klein, dunkel und renovierungsbedürftig. Während der Regenzeit gab es immer wieder Wasserschäden wegen der undichten Dächer. Es fehlte an genügend Toiletten, sauberem Wasser, an Schulmöbeln und Lehr- und Lernmaterial. Viele Schülerinnen, Schüler und auch das Lehrpersonal mussten weite Strecken zurücklegen, um hier herzukommen, einige brauchten jeden Tag bis zu drei Stunden, um die Schule zu Fuß zu erreichen.

Unser Ziel war es, die Lernbedingungen an der Sundaridevi-Schule grundlegend zu verbessern, damit die Mädchen und Jungen altersgerecht lernen und ihre Schulausbildung erfolgreich abschließen können.

Daher wurde ein komplettes neues Schulgebäude mit 10 großen Klassenräumen gebaut. Das alte Gebäude wurde renoviert und in ein Wohnheim, das Platz für 42 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrer bietet, umgestaltet. Ein Raum wurde als Küche ausgebaut, damit für die Kinder Mahlzeiten zubereitet werden können. Im August 2012 wurde das Schulgebäude feierlich eingeweiht.

Außerdem wurde endlich die Versorgung mit fließendem Wasser sichergestellt und neue, saubere Toiletten zur Verfügung gestellt. Vor der Schule gibt es nun einen Spielplatz Sport- und Spielgeräten wie Fußbälle und Springseile.

Auch die Ausstattung mit Schulmöbeln, Büchern und Computern sowie verschiedenen Brett-Spielen wollen wir zusammen mit Plan ermöglichen und Workshops über Hygiene und Gesundheit, Erste Hilfe sowie Kinderrechte finanzieren. Zusätzlich ist die Schule in die internationale Plan-Kampagne “Lernen ohne Angst” eingebunden, die sich für  gewaltfreie Schulen einsetzt.