Verbesserung der Bildungsqualität

Plan EcuadorUnser Projekt in Ecuadors Bergen hat zum Ziel, die Lernergebnisse der Mädchen und Jungen zu verbessern, ihre Fähigkeiten zu stärken und die Lernumgebung dafür entsprechend zu gestalten. Dafür bilden wir Lehrer fort, stärken lokale Organisationen und helfen bei der Renovierung und Ausstattung von Schulen. Außerdem unterstützen wir Kinder- und Jugendclubs an Schulen und fördern die Arbeit mit den Eltern. Insgesamt profitieren so 3.200 Mädchen und Jungen und ihre 151 Lehrerinnen und Lehrer an 39 Schulen von den Projektmaßnahmen. Auch etwa 1500 Eltern werden mit zahlreichen Informations- und Schulungsangeboten aktiv in das Projekt eingebunden.

Stiftungs-Projekt in Ecuador:Bildung für Mädchen und Jungen
Bildung von Mädchen ist ein zentrales Thema in Ecuador – immer noch werden Jungen mehr gefördert.

In den ländlichen Gegenden Ecuadors ist die Qualität der Schulbildung häufig mangelhaft. Nur wenige Lehrerinnen und Lehrer haben eine pädagogische Ausbildung. Meist findet Frontalunterricht statt, die Kinder müssen viel auswendig lernen und dürfen sich nicht aktiv miteinbringen. Kompetenzen zum eigenständigen Arbeiten und entwickeln von eigenen Ideen werden nicht ausgebildet.
Außerdem befinden sich viele Schulen in einem schlechten baulichen Zustand. Die Klassenräume und Schulhöfe sind nicht kindgerecht gestaltet und bieten kein geeignetes Umfeld zum Lernen oder zur Erholung in den Pausen. Zwar besteht in Ecuador eine allgemeine Schulpflicht für Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren, Untersuchungen zeigen jedoch, dass die mathematischen sowie die Lese- und Schreibkenntnisse vieler Kinder oft weit hinter den Anforderungen zurückbleiben.

Um die Bildungssituation grundlegend zu verändern, wird im Projekt besonders auf die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder Rücksicht genommen. An den teilnehmenden Schulen wurden 20 Schülerparlamente gegründet – Ein Forum, in dem die Mädchen und Jungen Themen wie Kinderrechte, Gewalt an Kindern aber auch Bildungsmöglichkeiten diskutieren und formulieren können. Doch das eigene Anliegen vorzutragen ist keine leichte Aufgabe. 124 Kinder und Jugendliche wurden dafür in Workshops zur Arbeit von Schülervertretungen fortgebildet. Sie organisieren nun Feste und Veranstaltungen, die den Austausch zwischen den Schulen, aber auch den Lehrkräften, Schülern und Eltern fördern sollen.

Die Lehrer werden in verschiedenen Workshops zu alternativen, modernen Lehrmethoden fortgebildet. Sie lernen den Unterricht durch Einbindung von Medien und didaktischen Methoden abwechslungsreicher zu gestalten. Die Lehrkräfte stehe während der Fortbildungsphase konstant in engen Kontakt mit den Projektmitarbeitern. Regelmäßig finden Treffen statt, um sich über Fortschritte, neue Methoden und Ideen auszutauschen.

Doch nicht nur die Lehrer sind zentral für die Bildung und Ausbildung der Kindern, sondern natürlich auch die Eltern. In Workshops lernen die Lehrkräfte, wie sie Eltern in Aktivitäten und Veranstaltungen miteinbinden können. Auf Info-Veranstaltungen lernen die Eltern, wie entscheidend sie für die Zukunft ihrer Kinder sind. 

Neben den Maßnahmen zur Sensibilisierung und den Fortbildungen sind bereits erste Fortschritte zu sehen: Ein Klassenraum wurde bereits fertiggestellt, zwei weitere befinden sich in den Endzügen. Auch die Ausstattung der Schulen und Klassenräume hat bereits begonnen – sie erhalten Whiteboards, Regale, Computer sowie neue Tische und Stühle. Auch werden die Unterrichtsmaterialien aussortiert und durch neue, modernere ersetzt.